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niederhaid

das haus ist das letzte von 4 auf einem schmalen, langgezogenen grundstück (ca. 14x220m) an einem sanft abfallenden südhang unterhalb der baumgartner höhe in wien, im westen begrenzt von einer der vielen kleingartensiedlungen in diesem gebiet.
eine angedachte verdichtete bebauung des von 4 familien erworbenen bauplatzes war aus baurechtlichen gründen nicht möglich, es mußte daher parzelliert werden. 3 von 4 häusern sind in der zwischenzeit errichtet, erschlossen über einen westseitigen fahnenweg.
die geländeneigung bei haus büchele erlaubt das eingraben des hauses bei gleichzeitigem gartenausgang im süden im untergeschoß, das die modewerkstatt der hausbesitzerin beherbergt. im erdgeschoß liegt das offene wohngeschoß der familie mit vorgelagerter terrasse und nordseitig angebautem carport. der darüberliegende baukörper „schwebt“ auf zarten stahlstützen – teilweise auskragend – über der wohnebene und umfasst die individualräume der eltern und kinder, mit dem bad und einem patio als pufferraum zw. den zimmern. dieser baukörper ist in massivholzbauweise errichtet, der aufbau der vorgefertigten elemente inkl. notabdichtung dauerte nicht mehr als 5 tage.

idee des hauses ist es einerseits, die konkreten wohnideen der familie umzusetzen
(offenes, helles wohnen mit unmittelbar nutzbarem gartenbezug und modeatelier= arbeitsplatz im hause, differenzierten tageslichtsituationen u.ä.) . andererseits die umsetzung dieser vorstellungen vom leben in einem kompakten baukörper, in dem die verschiedenen materialien wie beton im wohnbereich und unbehandeltes massivholz der holzbox im obergeschoß den haptischen teil des raumerlebnisses ausmachen. die perfektion in der detailausführung ist nachrangig dem raumcharakter, bedingt auch durch einen größeren selbstbauanteil (terrassen, carport, möblierung…)

bauweise: niedrigenergiebauweise + solarkollektoren und regenwassernutzung